FINANZLEXIKON · GELDANLAGE & ETF
Unternehmensanleihe einfach erklärt
Eine Unternehmensanleihe ist ein Schuldpapier, mit dem sich ein Unternehmen Geld von Anlegern leiht.
Kurz erklärt
Das Unternehmen verpflichtet sich je nach Bedingungen zu Zinszahlungen und zur Rückzahlung des Nennwerts am Ende der Laufzeit.
Welche Risiken gibt es?
- Bonitäts- und Ausfallrisiko
- Zinsänderungsrisiko
- Kursrisiko bei Verkauf vor Fälligkeit
- Liquiditätsrisiko bei schwach gehandelten Papieren
Ein einfaches Beispiel
Eine Unternehmensanleihe mit 1.000 € Nennwert und 5 % Kupon zahlt vereinfacht 50 € Zins pro Jahr, sofern das Unternehmen die Zahlungen leisten kann. Ein höherer Kupon kann auf ein höheres Risiko hinweisen und ist keine Garantie für einen besseren Ertrag.
Was sollte zusätzlich geprüft werden?
Neben Kupon und Laufzeit sind Bonität des Emittenten, Rang der Anleihe, Währung, Handelbarkeit und Rückzahlungsbedingungen wichtig. Bei Verkauf vor Fälligkeit kann der Marktpreis deutlich vom Nennwert abweichen.
Typische Fehler
- höheren Kupon mit garantiert höherem Ertrag gleichsetzen
- Bonität des Emittenten ignorieren
- Rang und Vertragsbedingungen nicht prüfen
Quellen: BaFin – Wertpapiergeschäfte: Schuldverschreibungen und Risiken und Deutsche Bundesbank – Geld und Geldpolitik.
Hinweis: Allgemeine Information, keine individuelle Anlageberatung.