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FINANZLEXIKON · ANLEIHEN

Kupon einfach erklärt

Der Kupon ist die vertraglich festgelegte Zinszahlung einer Anleihe, meist bezogen auf ihren Nominalwert.

Beispiel

Bei 1.000 € Nominalwert und 3 % Kupon beträgt die jährliche Zinszahlung 30 €.

Kupon oder Rendite?

Der Kupon bleibt vertraglich festgelegt. Die tatsächliche Rendite hängt zusätzlich vom Kaufkurs, der Restlaufzeit und der Rückzahlung ab.

Ein weiteres Beispiel

Eine Anleihe mit 1.000 € Nominalwert und 4 % Kupon zahlt vereinfacht 40 € Zins pro Jahr. Kaufst du dieselbe Anleihe später für 950 €, bleibt der vertragliche Kupon trotzdem 40 € – deine tatsächliche Rendite hängt aber zusätzlich vom Kaufkurs ab.

Warum ist der Kupon nicht die Rendite?

Der Kupon bezieht sich auf den Nominalwert. Die Rendite berücksichtigt dagegen auch Kaufpreis, Restlaufzeit und Rückzahlung. Deshalb können zwei Anleihen mit demselben Kupon unterschiedliche Renditen haben.

Typische Fehler

  • Kupon und Rendite gleichsetzen
  • Nominalwert mit Börsenkurs verwechseln
  • Bonitätsrisiko ignorieren

Verwandt: Anleihe · Nominalwert · Rendite · Laufzeit · Rating

Quellen: Deutsche Bundesbank – Geld und Geldpolitik: Anleihen und Zinsen und BaFin – Wertpapiergeschäfte.

Hinweis: Allgemeine Information, keine individuelle Anlageberatung.

WERTNOTIZ-EINORDNUNG

Vier Punkte, die du mitdenken solltest.

Kosten · Risiko · Bindung · Nächster Schritt

Nutze diese vier Fragen als kurze Prüflogik: Was kostet die Entscheidung insgesamt? Welche Nachteile oder Unsicherheiten bleiben? Wie leicht lässt sie sich später ändern? Und welche Zahl, Quelle oder Vertragsbedingung solltest du als Nächstes konkret prüfen?

Hinweis: Wertnotiz bietet allgemeine Orientierung und ersetzt keine individuelle Finanz-, Anlage-, Kredit-, Versicherungs-, Steuer- oder Rechtsberatung.

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