FINANZLEXIKON · ANLEIHEN
Rating einfach erklärt
Ein Rating ist eine Einschätzung der Kreditwürdigkeit und damit des Ausfallrisikos eines Emittenten oder einer Schuldverschreibung.
Kurz erklärt
Ratingagenturen ordnen Emittenten in Bonitätsklassen ein. Bessere Bewertungen deuten auf ein niedriger eingeschätztes Ausfallrisiko hin, sind aber keine Garantie.
Warum ist das wichtig?
Das Rating kann Einfluss auf verlangte Renditen und Finanzierungskosten haben. Schwächere Bonität geht häufig mit höheren Risikoaufschlägen einher.
Ein einfaches Beispiel
Ein Emittent mit sehr guter Bonität kann sich häufig zu günstigeren Konditionen finanzieren als ein Unternehmen mit höher eingeschätztem Ausfallrisiko. Bei schwächerem Rating verlangen Anleger deshalb oft eine höhere Rendite als Risikoausgleich.
Rating ist keine Garantie
Ein Rating ist eine Einschätzung auf Basis verfügbarer Informationen. Bonität kann sich verändern, und auch gut bewertete Emittenten können Risiken entwickeln. Deshalb sollte ein Rating nicht isoliert betrachtet werden.
Typische Fehler
- Rating als Garantie verstehen
- nur auf eine Agentur schauen
- Veränderungen der Bonität ignorieren
Verwandt: Bonität · Staatsanleihe · Unternehmensanleihe · Rendite · Ausfallrisiko
Quellen: ESMA – registrierte und zertifizierte Ratingagenturen und BaFin – Wertpapiergeschäfte und Bonitätsrisiken.
Hinweis: Allgemeine Information, keine individuelle Anlageberatung.