FINANZLEXIKON · GELDANLAGE & ETF
Staatsanleihe einfach erklärt
Eine Staatsanleihe ist ein Schuldpapier, mit dem sich ein Staat Geld von Anlegern leiht.
Kurz erklärt
Kaufst du eine Staatsanleihe, stellst du dem Staat Kapital zur Verfügung. Je nach Ausgestaltung erhältst du laufende Zinsen und am Ende der Laufzeit grundsätzlich den Nennwert zurück.
Welche Risiken gibt es?
- Bonitätsrisiko des Staates
- Zinsänderungsrisiko
- Kursrisiko bei Verkauf vor Fälligkeit
- gegebenenfalls Währungsrisiko
Ein einfaches Beispiel
Eine Staatsanleihe mit 1.000 € Nennwert und 3 % Kupon zahlt vereinfacht 30 € Zins pro Jahr, sofern die Bedingungen erfüllt werden und der Staat seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommt. Kaufst du die Anleihe nicht zum Nennwert, kann deine tatsächliche Rendite davon abweichen.
Warum kann der Kurs trotzdem fallen?
Steigen die Marktzinsen, können ältere Anleihen mit niedrigerem Kupon an Attraktivität verlieren und im Kurs sinken. Bei einem Verkauf vor Fälligkeit kann deshalb ein Verlust entstehen, obwohl die vereinbarten Zinszahlungen weiterlaufen.
Typische Fehler
- Staatsanleihen pauschal als risikolos ansehen
- Kupon und Rendite verwechseln
- Laufzeit und Währung ignorieren
Quellen: Deutsche Bundesbank – Geld und Geldpolitik und BaFin – Wertpapiergeschäfte: Schuldverschreibungen.
Hinweis: Allgemeine Information, keine individuelle Anlageberatung.