FINANZLEXIKON · KREDITE & SCHULDEN
Bonität einfach erklärt
Bonität beschreibt, wie wahrscheinlich es ist, dass jemand finanzielle Verpflichtungen vertragsgemäß erfüllen kann und will.
Was prüfen Banken?
- Einkommen und laufende Verpflichtungen
- bisheriges Zahlungsverhalten
- Informationen von Auskunfteien
- Art, Höhe und Laufzeit des Kredits
Warum ist Bonität wichtig?
Sie kann beeinflussen, ob ein Kredit gewährt wird und zu welchen Konditionen. Eine schwächere Bonität kann zu höheren Zinsen oder einer Ablehnung führen.
Ein einfaches Beispiel
Eine Person verdient monatlich 2.800 € netto, zahlt bereits 450 € für laufende Kredite und hat weitere feste Verpflichtungen. Für die Bonitätsprüfung zählt deshalb nicht nur das Einkommen, sondern auch, wie viel finanzieller Spielraum nach den regelmäßigen Belastungen verbleibt.
Bonität und SCHUFA sind nicht dasselbe
Der SCHUFA-Score kann ein Baustein der Bonitätsprüfung sein. Banken berücksichtigen daneben unter anderem Einkommen, bestehende Verpflichtungen, Haushaltsrechnung, Kredithöhe und Laufzeit. Ein einzelner Score entscheidet deshalb nicht allein über eine Kreditvergabe.
Häufige Fragen
Reicht ein hohes Einkommen automatisch für eine gute Bonität?
Nein. Auch hohe laufende Verpflichtungen, andere Kredite oder ein geringer finanzieller Puffer können die Beurteilung beeinflussen.
Typische Fehler
- Bonität mit SCHUFA-Score gleichsetzen
- nur Einkommen betrachten
- bestehende Verpflichtungen unterschätzen
Verwandte Begriffe
SCHUFA · Kredit · Effektivzins · Ratenkredit · Haushaltsrechnung
Quellen: § 18a KWG – Kreditwürdigkeitsprüfung und Verbraucherzentrale – SCHUFA und Bonität.
Hinweis: Allgemeine Information, keine individuelle Kredit- oder Finanzberatung.