FINANZLEXIKON · ANLEIHEN
Nominalwert einfach erklärt
Der Nominalwert ist der Nennwert einer Anleihe und häufig die Grundlage für Zinszahlung und Rückzahlung.
Beispiel
Eine Anleihe kann einen Nominalwert von 1.000 € haben, obwohl ihr aktueller Börsenkurs zum Beispiel bei 980 € oder 1.020 € liegt.
Warum ist er wichtig?
Kuponzahlungen werden häufig als Prozentsatz des Nominalwerts berechnet. Bei regulärer Fälligkeit orientiert sich auch die Rückzahlung grundsätzlich am Nennwert.
Ein weiteres Beispiel
Eine Anleihe hat einen Nominalwert von 1.000 €, wird an der Börse aber zu 980 € gehandelt. Der Nominalwert bleibt 1.000 €, während der Marktpreis schwankt. Bei regulärer Rückzahlung ist der Nennwert grundsätzlich die Bezugsgröße.
Warum ist der Marktpreis trotzdem wichtig?
Wer eine Anleihe nicht zum Nominalwert kauft, erzielt allein aus Kupon und Rückzahlung eine andere Rendite als jemand, der exakt zum Nennwert eingestiegen ist.
Typische Fehler
- Nominalwert und Marktpreis verwechseln
- Kupon vom Kaufpreis berechnen
- Rendite nur aus dem Kupon ableiten
Verwandt: Anleihe · Kupon · Kurs · Rendite · Laufzeit
Quellen: Deutsche Bundesbank – Geld und Geldpolitik: Anleihen und Nennwert und BaFin – Wertpapiergeschäfte.
Hinweis: Allgemeine Information, keine individuelle Anlageberatung.