FINANZLEXIKON · KREDITE & SCHULDEN
Anschlussfinanzierung einfach erklärt
Eine Anschlussfinanzierung ist die Weiterfinanzierung einer Restschuld, wenn die bisherige Sollzinsbindung endet.
Kurz erklärt
Endet deine Zinsbindung und sind noch 120.000 € offen, brauchst du für diesen Betrag neue Konditionen, sofern du die Restschuld nicht vollständig aus eigenen Mitteln zurückzahlst.
Welche Möglichkeiten gibt es?
- Prolongation bei der bisherigen Bank
- Umschuldung zu einer anderen Bank
- frühzeitige Zinssicherung über ein Forward-Darlehen
Ein einfaches Beispiel
Nach zehn Jahren Zinsbindung sind von einem Immobilienkredit noch 120.000 € offen. Für diesen Betrag werden neue Konditionen benötigt. Liegt der neue Sollzins höher als bisher, kann die monatliche Belastung trotz bereits gesunkener Restschuld steigen.
Wann sollte man sich darum kümmern?
Je näher das Ende der Zinsbindung rückt, desto wichtiger wird ein Vergleich von Restschuld, gewünschter Tilgung, neuer Rate und möglicher Flexibilität. Wer sehr früh Planungssicherheit möchte, kann zusätzlich prüfen, ob ein Forward-Darlehen überhaupt zum eigenen Zeitplan passt.
Rate und Laufzeit mit eigenen Annahmen durchrechnen →
Typische Fehler
- erst sehr spät Angebote vergleichen
- nur den Sollzins anschauen
- Restschuld und gewünschte Tilgung nicht gemeinsam betrachten
Verwandte Begriffe
Restschuld · Zinsbindung · Forward-Darlehen · Umschuldung · Tilgung
Quellen: Verbraucherzentrale – Anschlussfinanzierung und Immobilienkredit und § 489 BGB – Kündigungsrecht des Darlehensnehmers.
Hinweis: Allgemeine Information, keine individuelle Kredit- oder Finanzberatung.