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Minimalistisches Symbolbild zur Tilgung: sinkender Münzstapel neben Vertragsdokument in Schwarz-Weiß-Grau

FINANZLEXIKON · KREDITE & SCHULDEN

Tilgung einfach erklärt

Tilgung ist der Teil deiner Kreditrate, mit dem du die eigentliche Schuld zurückzahlst. Je höher die Tilgung, desto schneller sinkt normalerweise die Restschuld.

Kurz erklärt

Wenn du dir Geld leihst, musst du nicht nur Zinsen zahlen, sondern den geliehenen Betrag auch zurückzahlen. Diese Rückzahlung nennt man Tilgung. Die noch nicht zurückgezahlte Schuld heißt Restschuld.

Ein einfaches Beispiel

Angenommen, du nimmst ein Darlehen über 200.000 € auf. Der Sollzins beträgt 3,5 % pro Jahr, die anfängliche Tilgung 2 % pro Jahr. Vereinfacht ergibt sich zu Beginn eine Jahresrate von 5,5 % des Darlehensbetrags, also etwa 11.000 € im Jahr beziehungsweise rund 916,67 € im Monat.

  • anfängliche Zinsen im ersten Jahr vereinfacht: etwa 7.000 €
  • anfängliche Tilgung im ersten Jahr: etwa 4.000 €
  • Restschuld sinkt dadurch von 200.000 € auf ungefähr 196.000 €

Das Beispiel ist bewusst vereinfacht. Bei monatlicher Zahlung verändern sich Zins- und Tilgungsanteil innerhalb des Jahres fortlaufend.

Zins und Tilgung sind nicht dasselbe

Zinsen sind der Preis dafür, dass dir die Bank Geld zur Verfügung stellt. Tilgung reduziert dagegen deine eigentliche Schuld. Eine Kreditrate kann deshalb aus beiden Bestandteilen bestehen.

Bei einem typischen Annuitätendarlehen bleibt die vereinbarte Rate während der Sollzinsbindung grundsätzlich gleich. Weil die Restschuld mit jeder Tilgung sinkt, werden mit der Zeit weniger Zinsen fällig. Dadurch steigt innerhalb derselben Rate der Tilgungsanteil.

Was bewirkt eine höhere Tilgung?

Eine höhere anfängliche Tilgung bedeutet meistens: höhere laufende Rate, schneller sinkende Restschuld und insgesamt eine kürzere Rückzahlungsdauer. Außerdem fallen über die gesamte Laufzeit tendenziell weniger Zinsen an, weil die Schuld schneller kleiner wird.

Eine niedrigere Tilgung entlastet dagegen zunächst die Monatsrate, lässt aber mehr Restschuld stehen. Das kann insbesondere bei einer späteren Anschlussfinanzierung relevant werden.

Typische Fehler

  • Rate mit Tilgung verwechseln: Die Rate enthält häufig sowohl Zinsen als auch Tilgung.
  • Nur auf die Monatsrate schauen: Eine niedrige Rate kann eine sehr langsame Rückzahlung bedeuten.
  • Restschuld unterschätzen: Nach Ende der Zinsbindung kann noch ein erheblicher Betrag offen sein.
  • Sondertilgungen nicht prüfen: Zusätzliche Rückzahlungen können hilfreich sein, sind aber vertraglich unterschiedlich geregelt.

Häufige Fragen zur Tilgung

Ist eine hohe Tilgung immer besser?

Sie beschleunigt die Rückzahlung, erhöht aber meist auch die monatliche Belastung. Entscheidend ist deshalb, dass die Rate dauerhaft zum eigenen finanziellen Spielraum passt.

Was ist die anfängliche Tilgung?

Sie beschreibt, welcher Anteil des ursprünglichen Darlehensbetrags zu Beginn rechnerisch innerhalb eines Jahres getilgt wird. Bei Annuitätendarlehen steigt der tatsächliche Tilgungsanteil innerhalb der Rate später meist an.

Was ist eine Sondertilgung?

Eine Sondertilgung ist eine zusätzliche Rückzahlung außerhalb der regulären Raten. Ob und in welcher Höhe sie ohne zusätzliche Kosten möglich ist, richtet sich nach dem Kreditvertrag.

Quellen: Verbraucherzentrale – Kredite und Darlehen.

Hinweis: Diese Erklärung dient der allgemeinen Information und ist keine individuelle Kredit- oder Finanzberatung.

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Hinweis: Wertnotiz bietet allgemeine Orientierung und ersetzt keine individuelle Finanz-, Anlage-, Kredit-, Versicherungs-, Steuer- oder Rechtsberatung.

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