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FINANZLEXIKON · KREDITE & SCHULDEN

Forward-Darlehen einfach erklärt

Mit einem Forward-Darlehen kannst du Konditionen für eine Anschlussfinanzierung bereits vor dem Ende der aktuellen Zinsbindung festschreiben.

Kurz erklärt

Läuft deine Zinsbindung erst in zwei Jahren aus, kannst du heute schon einen neuen Kreditvertrag vereinbaren, der später startet.

Was ist der Vorteil?

Du erhältst Planungssicherheit. Dafür kann ein Zinsaufschlag anfallen. Fallen die Marktzinsen später, bist du grundsätzlich trotzdem an den vereinbarten Vertrag gebunden.

Ein einfaches Beispiel

Deine aktuelle Zinsbindung endet in 18 Monaten und die erwartete Restschuld liegt bei 140.000 €. Mit einem Forward-Darlehen kannst du heute bereits Konditionen für die spätere Anschlussfinanzierung festlegen. Dafür wird häufig ein Aufschlag für die Vorlaufzeit verlangt.

Welches Risiko bleibt?

Fallen die Marktzinsen bis zum Start des neuen Darlehens, bleibt der vereinbarte Forward-Vertrag grundsätzlich bestehen. Planungssicherheit hat daher einen Preis: Du sicherst dich gegen steigende Zinsen ab, verzichtest aber teilweise auf die Chance günstigerer späterer Konditionen.

Typische Fehler

  • nur steigende Zinsen einkalkulieren
  • Vorlaufzeit und Aufschlag nicht vergleichen
  • Restschuld falsch schätzen

Quellen: Verbraucherzentrale – Forward-Darlehen und Anschlussfinanzierung.

Hinweis: Allgemeine Information, keine individuelle Kredit- oder Finanzberatung.

WERTNOTIZ-EINORDNUNG

Vier Punkte, die du mitdenken solltest.

Kosten · Risiko · Bindung · Nächster Schritt

Nutze diese vier Fragen als kurze Prüflogik: Was kostet die Entscheidung insgesamt? Welche Nachteile oder Unsicherheiten bleiben? Wie leicht lässt sie sich später ändern? Und welche Zahl, Quelle oder Vertragsbedingung solltest du als Nächstes konkret prüfen?

Hinweis: Wertnotiz bietet allgemeine Orientierung und ersetzt keine individuelle Finanz-, Anlage-, Kredit-, Versicherungs-, Steuer- oder Rechtsberatung.

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