FINANZLEXIKON · KREDITE & SCHULDEN
Forward-Darlehen einfach erklärt
Mit einem Forward-Darlehen kannst du Konditionen für eine Anschlussfinanzierung bereits vor dem Ende der aktuellen Zinsbindung festschreiben.
Kurz erklärt
Läuft deine Zinsbindung erst in zwei Jahren aus, kannst du heute schon einen neuen Kreditvertrag vereinbaren, der später startet.
Was ist der Vorteil?
Du erhältst Planungssicherheit. Dafür kann ein Zinsaufschlag anfallen. Fallen die Marktzinsen später, bist du grundsätzlich trotzdem an den vereinbarten Vertrag gebunden.
Ein einfaches Beispiel
Deine aktuelle Zinsbindung endet in 18 Monaten und die erwartete Restschuld liegt bei 140.000 €. Mit einem Forward-Darlehen kannst du heute bereits Konditionen für die spätere Anschlussfinanzierung festlegen. Dafür wird häufig ein Aufschlag für die Vorlaufzeit verlangt.
Welches Risiko bleibt?
Fallen die Marktzinsen bis zum Start des neuen Darlehens, bleibt der vereinbarte Forward-Vertrag grundsätzlich bestehen. Planungssicherheit hat daher einen Preis: Du sicherst dich gegen steigende Zinsen ab, verzichtest aber teilweise auf die Chance günstigerer späterer Konditionen.
Typische Fehler
- nur steigende Zinsen einkalkulieren
- Vorlaufzeit und Aufschlag nicht vergleichen
- Restschuld falsch schätzen
Verwandte Begriffe
Quellen: Verbraucherzentrale – Forward-Darlehen und Anschlussfinanzierung.
Hinweis: Allgemeine Information, keine individuelle Kredit- oder Finanzberatung.