FINANZLEXIKON · KREDITE & SCHULDEN
Volltilgerdarlehen einfach erklärt
Bei einem Volltilgerdarlehen wird der Kredit innerhalb der vereinbarten Sollzinsbindung vollständig zurückgezahlt.
Kurz erklärt
Am Ende der Zinsbindung bleibt keine Restschuld übrig. Dafür ist die regelmäßige Tilgung häufig höher als bei Finanzierungen, die später noch eine Anschlussfinanzierung benötigen.
Vorteile und Grenzen
- hohe Planungssicherheit über die gesamte Rückzahlung
- kein Zinsänderungsrisiko für eine spätere Restschuld
- oft höhere monatliche Rate und möglicherweise weniger Flexibilität
Ein einfaches Beispiel
Bei 250.000 € Darlehen, 4 % Sollzins und einer so hohen Tilgung, dass der Kredit innerhalb von 20 Jahren vollständig zurückgezahlt wird, ist die Monatsrate deutlich höher als bei einer Finanzierung mit verbleibender Restschuld. Dafür entfällt am Ende die Anschlussfinanzierung.
Für wen kann die Struktur interessant sein?
Vor allem für Haushalte, die über die gesamte Rückzahlungsdauer eine klar planbare Finanzierung möchten und die höhere Rate dauerhaft tragen können. Weniger passend kann sie sein, wenn maximale Flexibilität oder eine niedrigere Anfangsbelastung im Vordergrund stehen.
Typische Fehler
- Rate zu knapp kalkulieren
- Sondertilgungs- und Änderungsmöglichkeiten nicht prüfen
- Volltilgerdarlehen mit jedem Darlehen ohne Restschuld verwechseln
Verwandte Begriffe
Annuitätendarlehen · Tilgung · Restschuld · Zinsbindung · Sondertilgung
Quellen: Verbraucherzentrale – Immobilienfinanzierung und vollständige Tilgung.
Hinweis: Allgemeine Information, keine individuelle Kredit- oder Finanzberatung.