FINANZLEXIKON · GELDANLAGE & ETF
Volatilität einfach erklärt
Volatilität beschreibt, wie stark der Preis oder Kurs einer Anlage innerhalb eines bestimmten Zeitraums schwankt.
Kurz erklärt
Schwankt eine Aktie innerhalb kurzer Zeit stark nach oben und unten, ist ihre Volatilität höher als bei einer Anlage mit relativ stabiler Wertentwicklung.
Wie wird Volatilität genutzt?
Sie wird häufig als statistisches Maß für Schwankungsintensität verwendet. Dabei schaut man meist auf vergangene Kursbewegungen. Eine hohe historische Volatilität bedeutet aber nicht automatisch, dass zukünftige Verluste eintreten.
Volatilität ist nicht dasselbe wie Verlust
Schwankungen können in beide Richtungen gehen. Eine Anlage kann stark schwanken und langfristig trotzdem steigen. Umgekehrt kann eine wenig volatile Anlage dauerhaft an Kaufkraft verlieren.
Ein einfaches Beispiel
Fällt eine Anlage an einem Tag um 5 % und steigt am nächsten um 4 %, zeigt das starke kurzfristige Schwankungen. Volatilität beschreibt solche Bewegungen, sagt aber nicht allein, wie hoch ein endgültiger Verlust sein wird.
Volatilität und Anlagehorizont
Kurze Anlagezeiträume vertragen starke Schwankungen schlechter, weil für eine Erholung weniger Zeit bleibt. Deshalb sollte Volatilität immer zusammen mit Anlagehorizont, Diversifikation und persönlicher Risikotragfähigkeit betrachtet werden.
Typische Fehler
- Volatilität mit maximalem Verlustrisiko gleichsetzen
- nur vergangene Schwankungen betrachten
- Anlagehorizont und persönliche Risikotragfähigkeit ignorieren
Verwandte Begriffe
Risiko · Rendite · Aktie · ETF · Diversifikation · Anlagehorizont
Quellen: BaFin – Wertpapiergeschäfte: Kursrisiken und Schwankungen.
Hinweis: Allgemeine Information, keine individuelle Anlageberatung.