FINANZLEXIKON · GELDANLAGE & ETF
Diversifikation einfach erklärt
Diversifikation bedeutet, Geld auf verschiedene Anlagen zu verteilen, damit der Erfolg nicht von nur einer einzelnen Position abhängt.
Kurz erklärt
Statt 10.000 € nur in eine einzige Aktie zu investieren, könntest du dein Geld auf viele Unternehmen, Branchen und Länder verteilen. Probleme eines einzelnen Unternehmens haben dann weniger Einfluss auf das gesamte Depot.
Was kann man diversifizieren?
- verschiedene Unternehmen
- mehrere Branchen
- unterschiedliche Länder und Regionen
- verschiedene Anlageklassen wie Aktien und Anleihen
- gegebenenfalls unterschiedliche Laufzeiten und Währungen
Warum kann Streuung helfen?
Wenn eine einzelne Position stark verliert, können andere Anlagen einen Teil dieses Verlusts abfedern. Besonders das unternehmensspezifische Risiko lässt sich durch breite Streuung reduzieren.
Was kann Diversifikation nicht?
Sie verhindert keine allgemeinen Börsenverluste. Wenn ganze Märkte fallen, kann auch ein breit gestreutes Portfolio deutlich an Wert verlieren.
ETF und Diversifikation
Breite ETFs können eine einfache Möglichkeit sein, viele Wertpapiere in einem Produkt zu bündeln. Entscheidend ist jedoch der zugrunde liegende Index: Ein Branchen-ETF mit wenigen Unternehmen ist deutlich weniger breit gestreut als ein globaler Aktienindex.
Typische Fehler
- viele Positionen mit echter Diversifikation verwechseln
- mehrere ETFs kaufen, die fast dieselben Unternehmen enthalten
- Regionen oder Branchen unbemerkt stark übergewichten
- glauben, breite Streuung schließe Verluste aus
Häufige Fragen
Wie viele Aktien braucht man für gute Diversifikation?
Dafür gibt es keine allgemeingültige Zahl. Entscheidend ist nicht nur die Anzahl, sondern auch, wie unterschiedlich Unternehmen, Branchen, Länder und Risiken tatsächlich sind.
Quellen: BaFin – Wertpapiergeschäfte: Streuung und Risiken.
Hinweis: Allgemeine Information, keine individuelle Anlageberatung.
