FINANZLEXIKON · GELDANLAGE & ETF
Rebalancing einfach erklärt
Rebalancing bedeutet, die tatsächliche Aufteilung eines Portfolios wieder an die ursprünglich gewünschte Zielverteilung anzupassen.
Kurz erklärt
Du startest beispielsweise mit 70 % Aktien und 30 % risikoärmeren Anlagen. Steigen Aktien stärker, kann daraus 80 zu 20 werden. Beim Rebalancing wird die Verteilung wieder in Richtung 70 zu 30 gebracht.
Wie kann Rebalancing erfolgen?
- durch Verkäufe übergewichteter Positionen
- durch Zukäufe untergewichteter Positionen
- durch gezielte Verwendung neuer Sparraten
Warum wird rebalanced?
Ziel ist nicht, den Markt vorherzusagen, sondern das gewünschte Risikoprofil beizubehalten. Ohne Anpassung kann sich die Zusammensetzung des Portfolios mit der Zeit deutlich verändern.
Ein einfaches Beispiel
Ein Portfolio startet mit 70 % Aktien und 30 % risikoärmeren Anlagen. Nach starken Kursanstiegen beträgt die Verteilung 80 zu 20. Beim Rebalancing wird die Gewichtung wieder näher an die ursprünglichen 70 zu 30 gebracht.
Muss dafür immer verkauft werden?
Nein. Eine Abweichung kann auch durch neue Sparraten ausgeglichen werden, indem frisches Geld stärker in den untergewichteten Teil fließt. Dadurch lassen sich zusätzliche Verkäufe und mögliche Kosten reduzieren.
Worauf sollte man achten?
Käufe und Verkäufe können Gebühren, Spreads und steuerliche Folgen auslösen. Deshalb muss Rebalancing nicht ständig erfolgen. Manche Anleger prüfen ihre Verteilung in festen Abständen oder erst ab bestimmten Abweichungen.
Verwandte Begriffe
Asset Allocation · Diversifikation · Risiko · Portfolio · ETF · Sparplan
Quellen: BaFin – Wertpapiergeschäfte: Portfolio und Risiken.
Hinweis: Allgemeine Information, keine individuelle Anlageberatung.