FINANZLEXIKON · SPAREN
Notgroschen einfach erklärt
Ein Notgroschen ist eine schnell verfügbare Geldreserve für unerwartete Ausgaben oder vorübergehende Einkommensausfälle.
Kurz erklärt
Geht die Waschmaschine kaputt, kommt eine unerwartete Autoreparatur oder fällt Einkommen kurzfristig weg, kann der Notgroschen helfen, ohne sofort einen Kredit oder Dispo nutzen zu müssen.
Wie hoch sollte ein Notgroschen sein?
Es gibt keine für alle passende Summe. Entscheidend sind unter anderem monatliche Fixkosten, Arbeitsplatzsicherheit, Haushaltsgröße, Auto, Immobilie und vorhandene Versicherungen. Häufig wird die Reserve an mehreren Monatsausgaben orientiert.
Wo sollte der Notgroschen liegen?
Wichtig sind Verfügbarkeit und möglichst geringe Schwankungen. Deshalb wird für solche Reserven häufig ein separates Tagesgeldkonto genutzt. Geld, das jederzeit gebraucht werden könnte, gehört normalerweise nicht in stark schwankende Anlagen.
Typische Fehler
- gar keine Reserve aufbauen
- den Notgroschen für geplante Konsumausgaben verwenden
- die gesamte Reserve langfristig binden
- eine pauschale Summe übernehmen, ohne den eigenen Haushalt zu betrachten
Häufige Fragen
Sollte ich erst Schulden tilgen oder einen Notgroschen aufbauen?
Das hängt von der individuellen Situation ab. Eine kleine Liquiditätsreserve kann helfen, neue teure Schulden bei unerwarteten Ausgaben zu vermeiden; gleichzeitig können hohe Kreditzinsen für eine zügige Rückzahlung sprechen.
Verwandte Begriffe
Tagesgeld · Rücklage · Haushaltsbudget · Fixkosten · Sparziel · Dispokredit
Quellen: Verbraucherzentrale – Notgroschen und Tagesgeld.
Hinweis: Allgemeine Information, keine individuelle Finanzberatung.