FINANZLEXIKON · VERSICHERUNGEN
Zahnzusatzversicherung einfach erklärt
Die Zahnzusatzversicherung ergänzt die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung bei Zahnersatz, Zahnbehandlung oder Kieferorthopädie.
Kurz erklärt
Bei Zahnersatz zahlt die gesetzliche Krankenversicherung in der Regel einen befundbezogenen Festzuschuss. Der übrige Teil der Kosten bleibt beim Versicherten, wenn keine private Zusatzversicherung vorhanden ist.
Welche Leistungsbereiche gibt es typischerweise?
- Zahnersatz wie Kronen, Brücken oder Implantate
- hochwertige Zahnbehandlung, etwa professionelle Zahnreinigung
- kieferorthopädische Behandlungen, teils mit Altersgrenzen
Ein einfaches Beispiel
Für eine Krone entstehen Gesamtkosten von 900 €. Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt über den Festzuschuss einen Teilbetrag. Eine ergänzende Zahnzusatzversicherung kann je nach vereinbartem Erstattungssatz einen Großteil der verbleibenden Kosten übernehmen.
Warum ist der Abschlusszeitpunkt wichtig?
Viele Tarife sehen Wartezeiten vor, bevor bestimmte Leistungen erstattet werden, und bereits geplante oder begonnene Behandlungen sind bei Vertragsabschluss häufig ausgeschlossen. Ein früher Abschluss, bevor eine Behandlung ansteht, kann sich deshalb auszahlen.
Typische Fehler
- erst nach Diagnose eines Behandlungsbedarfs abschließen wollen
- Erstattungssätze und -grenzen verschiedener Tarife nicht vergleichen
- Wartezeiten und Ausschlüsse im Kleingedruckten übersehen
Verwandte Begriffe
PKV-Beitrag · Selbstbehalt · Welche Versicherungen braucht man wirklich?
Quellen: Verbraucherzentrale – Welche Versicherung brauche ich?.
Hinweis: Allgemeine Information, keine individuelle Versicherungsberatung.
