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KREDITE & SCHULDEN · BONITÄT


Der neue SCHUFA-Score 2026: Was sich geändert hat und wie du deinen Score prüfst

Seit März 2026 gibt es einen neuen SCHUFA-Score. Er soll transparenter sein – trotzdem bleiben bei Veränderungen noch viele Fragen offen.

Die SCHUFA bewertet die Bonität von Verbraucherinnen und Verbrauchern. Seit dem 17. März 2026 wird der neue Score auf einer Skala von 100 bis 999 Punkten ausgewiesen. Nach Angaben der Verbraucherzentralen basiert er auf zwölf öffentlich einsehbaren Kriterien. Zum Start nutzte allerdings nur ein Teil der Vertragspartner den neuen Score. Nach Angaben der SCHUFA gilt für Unternehmen eine Übergangsfrist bis Ende 2028, sodass ältere Branchen-Scores vorübergehend weiter im Umlauf sein können.

Was hat sich 2026 geändert?

  • Der neue Score wird als Punktewert zwischen 100 und 999 dargestellt.
  • Verbraucher und Unternehmen sollen grundsätzlich denselben Score erhalten.
  • Zwölf Kriterien werden erstmals öffentlich erläutert.
  • Alte Branchen-Scores können parallel weiter verwendet werden, solange Vertragspartner noch nicht umgestellt haben.

Welche Kriterien spielen eine Rolle?

Die SCHUFA veröffentlicht für den neuen Score zwölf Kriterien und die dazugehörigen Punktespannen. Dazu gehören unter anderem Zahlungsstörungen, Anfragen und Abschlüsse rund um Girokonten und Kreditkarten, Anfragen außerhalb des Bankenbereichs, das Alter der aktuellen Adresse, eine gemeldete Identitätsprüfung, Immobilienkredite oder Bürgschaften sowie der Status von Ratenkrediten. Entscheidend ist das Zusammenspiel der Kriterien – nicht eine einzelne Information.

Besonders deutlich ist das Kriterium Zahlungsstörungen: Liegt keine Zahlungsstörung vor, können dafür 264 Punkte einfließen. Bei einer erledigten Zahlungsstörung sind es je nach Zeitablauf weniger Punkte. Bei offenen Zahlungsstörungen berechnet die SCHUFA keinen Score.

Alle zwölf Kriterien und Punktespannen bei der SCHUFA ansehen →

Was bedeuten die Score-Klassen?

  • Hervorragend: 776 bis 999 Punkte
  • Gut: 709 bis 775 Punkte
  • Akzeptabel: 642 bis 708 Punkte
  • Ausreichend: 100 bis 641 Punkte
  • Ungenügend: kein Score bei offenen Zahlungsstörungen beziehungsweise entsprechenden Negativinformationen

Diese Klassen dienen der Orientierung. Ob ein Vertrag oder Kredit zustande kommt, entscheidet nicht die SCHUFA allein; Unternehmen berücksichtigen eigene Kriterien und weitere Informationen.

Warum kann sich dein Score plötzlich verändern?

Genau das ist derzeit ein Streitpunkt. Der Verbraucherzentrale Bundesverband berichtet von Fällen, in denen Menschen nach der Umstellung einen schlechteren Score sahen, obwohl sich ihre finanzielle Situation und ihr Zahlungsverhalten nach eigener Darstellung nicht verändert hatten. Aus einzelnen Beratungsfällen lässt sich allerdings nicht auf die Häufigkeit in der Gesamtbevölkerung schließen.

Wichtig: Ein Score ist keine amtliche Bewertung und keine Garantie dafür, dass ein Kredit gewährt oder abgelehnt wird. Unternehmen treffen ihre Entscheidungen nach eigenen Kriterien.

So prüfst du deine Daten

Du kannst eine kostenlose Datenkopie nach Art. 15 DSGVO anfordern. Sie hilft dir zu prüfen, welche personenbezogenen Daten gespeichert sind. Fehlerhafte oder veraltete Einträge solltest du nicht ignorieren, sondern eine Korrektur verlangen und Nachweise bereithalten.

  1. Datenkopie anfordern.
  2. Persönliche Daten, Verträge und erledigte Forderungen kontrollieren.
  3. Unklare oder falsche Einträge dokumentieren.
  4. Bei Fehlern Korrektur bei SCHUFA und gegebenenfalls dem meldenden Unternehmen verlangen.
  5. Bei einer konkreten Vertragsentscheidung fragen, welcher Score tatsächlich verwendet wurde.

Was du nicht aus Angst vor dem Score tun solltest

Verbraucherzentralen berichten, dass manche Betroffene alltägliche Entscheidungen wie Umzug oder Anbieterwechsel aus Sorge um ihren Score aufschieben. Solche Entscheidungen sollten nicht allein von Vermutungen über mögliche Score-Effekte abhängen. Besser ist es, die gespeicherten Daten zu prüfen und konkrete Informationen einzuholen.

Fazit

Der neue SCHUFA-Score ist transparenter aufgebaut als frühere Modelle, aber die Übergangsphase bleibt kompliziert. Entscheidend ist, dass du gespeicherte Daten kontrollierst, Fehler korrigieren lässt und bei wichtigen Vertragsentscheidungen nicht nur auf eine Zahl schaust.


Quellen & weiterführende Informationen

Stand: 24. September 2026. Allgemeine Information, keine individuelle Kredit- oder Rechtsberatung.

WERTNOTIZ-EINORDNUNG

Vier Punkte, die du mitdenken solltest.

Kosten · Risiko · Bindung · Nächster Schritt

Nutze diese vier Fragen als kurze Prüflogik: Was kostet die Entscheidung insgesamt? Welche Nachteile oder Unsicherheiten bleiben? Wie leicht lässt sie sich später ändern? Und welche Zahl, Quelle oder Vertragsbedingung solltest du als Nächstes konkret prüfen?

Hinweis: Wertnotiz bietet allgemeine Orientierung und ersetzt keine individuelle Finanz-, Anlage-, Kredit-, Versicherungs-, Steuer- oder Rechtsberatung.

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