FINANZLEXIKON · FINANZWISSEN & WIRTSCHAFT
Kaufkraft einfach erklärt
Kaufkraft beschreibt, wie viele Waren und Dienstleistungen du dir mit einem bestimmten Geldbetrag leisten kannst.
Kurz erklärt
Steigen Preise, ohne dass dein Einkommen entsprechend mitwächst, sinkt deine reale Kaufkraft.
Zusammenhang mit Inflation
Inflation verringert die Kaufkraft einer Geldeinheit. Entscheidend ist deshalb häufig die reale statt nur die nominale Entwicklung von Einkommen und Vermögen.
Ein einfaches Beispiel
Kostet ein Warenkorb heute 100 € und ein Jahr später 103 €, brauchst du für dieselben Güter 3 € mehr. Bleibt dein verfügbares Einkommen unverändert, ist deine Kaufkraft gegenüber diesem Warenkorb gesunken.
Warum kann die persönliche Kaufkraft anders aussehen?
Offizielle Inflationsraten beruhen auf einem durchschnittlichen Warenkorb. Wer einen besonders hohen Anteil seines Einkommens für einzelne stark verteuerte Güter ausgibt, kann eine andere persönliche Belastung erleben.
Typische Fehler
- nominales Einkommen mit realem Wohlstand gleichsetzen
- individuelle Ausgabenstruktur ignorieren
- einzelne Preiserhöhungen mit allgemeiner Inflation verwechseln
Verwandt: Inflation · Realzins · Deflation · Einkommen
Quellen: Europäische Zentralbank – Inflation und Kaufkraft.
Hinweis: Allgemeine Information. Die Darstellung dient der verständlichen Einordnung wirtschaftlicher Zusammenhänge.