FINANZLEXIKON · VERSICHERUNGEN
Deckungssumme einfach erklärt
Die Deckungssumme ist der Höchstbetrag, bis zu dem eine Versicherung für einen Schaden aufkommt.
Kurz erklärt
Übersteigt ein Schaden die vereinbarte Deckungssumme, trägst du den darüberliegenden Teil grundsätzlich selbst. Deshalb lohnt sich ein Blick auf die Höhe, bevor ein Schaden überhaupt eintritt.
Warum ist sie besonders bei der Haftpflicht wichtig?
Bei Personenschäden können Behandlungskosten, Verdienstausfall oder Schmerzensgeld über viele Jahre hinweg entstehen. Eine zu niedrige Deckungssumme kann deshalb schnell nicht mehr ausreichen.
Ein einfaches Beispiel
Deine Privathaftpflichtversicherung hat eine Deckungssumme von 10 Millionen €. Verursachst du einen Personenschaden mit Folgekosten von 3 Millionen €, übernimmt die Versicherung diesen Betrag vollständig, weil er innerhalb der Deckungssumme liegt.
Deckungssumme oder Versicherungssumme?
Bei Haftpflichtversicherungen ist meist von der Deckungssumme die Rede, dem Höchstbetrag für Schäden gegenüber Dritten. Bei Sachversicherungen wie der Hausratversicherung wird häufig der Begriff Versicherungssumme verwendet, der den Wert der versicherten Gegenstände beschreibt.
Typische Fehler
- Deckungssumme nur an günstigsten Tarifen statt am tatsächlichen Risiko ausrichten
- bei Personenschäden zu niedrige Summen wählen
- Deckungssumme mit Selbstbehalt verwechseln
Verwandte Begriffe
Selbstbehalt · Privathaftpflicht · Kfz-Haftpflichtversicherung · Hausratversicherung
Quellen: Verbraucherzentrale – Welche Versicherung brauche ich?.
Hinweis: Allgemeine Information, keine individuelle Versicherungsberatung.
