FINANZLEXIKON · BAUFINANZIERUNG
Beleihungswert einfach erklärt
Der Beleihungswert ist ein vorsichtig ermittelter Wert einer Immobilie, den Banken für die Bewertung ihrer Kreditsicherheit verwenden.
Kurz erklärt
Der Beleihungswert kann unter dem aktuellen Kaufpreis oder Marktwert liegen, weil er auf eine langfristig nachhaltige Bewertung ausgerichtet ist.
Warum ist er wichtig?
Er beeinflusst unter anderem, wie die Bank das Verhältnis zwischen Kredit und Immobilie einschätzt. Daraus kann sich auch der Beleihungsauslauf ableiten.
Ein einfaches Beispiel
Eine Immobilie kostet 400.000 €. Die Bank setzt für ihre langfristige Sicherheitenbewertung beispielsweise einen Beleihungswert von 360.000 € an. Dieser Wert ist nicht automatisch identisch mit Kaufpreis, Marktwert oder späterem Verkaufserlös.
Was bedeutet das für die Finanzierung?
Aus Kreditbetrag und Beleihungswert lässt sich der Beleihungsauslauf ableiten. Je höher der Kredit im Verhältnis zu diesem Wert ist, desto höher kann aus Sicht der Bank das Finanzierungsrisiko sein.
Typische Fehler
- Kaufpreis und Beleihungswert gleichsetzen
- Beleihungswert mit garantierter Verkaufssumme verwechseln
- Einfluss auf Finanzierungskonditionen unterschätzen
Verwandte Begriffe
Beleihungsauslauf · Grundschuld · Baufinanzierung · Eigenkapital · Immobilienwert
Quellen: § 3 BelWertV – Grundsatz der Beleihungswertermittlung und Verbraucherzentrale – Immobilienfinanzierung.
Hinweis: Allgemeine Information, keine individuelle Kredit- oder Finanzberatung.